Eisenbahn-Fotografie
Die Dynamik nostalgischer Eisenbahntechnik perfekt ins Bild gesetzt!

'Wer sich ernsthaft mit der Fotografie beschäftigt, spezialiert sich auf ein Sachgebiet und perfektioniert seine Fotos in einem fortwährenden Prozess!' Voilá!
Also, ich habe mir das Spezialgebiet historische Dampfeisenbahnen ausgesucht und... seit zwanzig Jahren versuche ich, meine Bildergebnisse - siehe unter Volldampf - immer weiter zu optimieren. Für angehende Eisenbahn-Fotografen gebe ich in dieser Rubrik eine kleine Hilfestellung, um die Lehr- und Erfahrungszeit etwas abzukürzen.
Zur Foto-Ausrüstung und Kamera-Einstellung:
Eine digitale Spiegelreflexkamera ist klar von Vorteil, dabei macht ein Telezoom mit einem ordentlichen Brennweiten-Bereich Sinn. Auch ein stabiles Stativ ist nützlich.
Bei den sich teilweise schnell bewegenden Objekten - Lokomotiven oder ganze Züge - stelle ich die Kamera stets auf 'Serienaufnahme' ( lieber eine Aufnahme zuviel als zu wenig ) sowie auf 'AI Servo' ( fortlaufende Schärfenachführung ) ein. Dampflokomotiven sind ja in der Regel schwarz - hier ist es sinnvoll, testweiswe eine Belichtungsreihe zu machen, um herauszufinden, wie der Belichtungsmesser das schwierige Thema meistert.
Wirkungsvolle Eisenbahn-Motive:
Eisenbahnen kann man das ganze Jahr über, bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit fotografieren. Dampf, Qualm und Rauch bringen die Dynamik der Bewegung bei Dampfloks ins Spiel. Bei der Anfahrt im Bahnhof, auf Steigungen bei voll geöffnetem Regler sowie bei kalten Temperaturen sieht das am besten aus.
In Bahnhöfen, Bahnbetriebswerken und bei der Lokbehandlung ist die Motivauswahl einfach grenzenlos. Immer gut machen sich Aufnahmen, bei denen die Lokpersonale und Bahnmitarbeiter bei ihrer Arbeit gut sichtbar und authentisch abgebildet werden.
Auf landschaftlich reizvollen Strecken wirken ganze Züge in der Streckenführung besonders eindruckvoll, wenn sie durch Kehren und über Brücken sowie Viadukte fahren. Versuchen Sie, für eine gute Bildtiefe den Vordergrund mit einzubeziehen.
Achtung, aufpassen!
Bringen Sie sich niemals in Gefahr, in dem Sie Gleise, auf denen Zugverkehr herrscht oder herrschen könnte, betreten!
Auf Bahnhöfen, Bahnbetriebswerken oder in Eisenbahnmuseen sollten Sie immer vorsichtig gehen und besonders auf Stolperfallen, wie Schienen, Gruben usw. achten. Der Autor ist vor Jahren einmal beim Rückwärtsgehen ( um mehr aufs Bild zu bekommen ) in die Grube einer Drehscheibe gefallen - das hätte böse ausgehen können.
Bei Aufnahmen auf Bahnhöfen stören häufig hohe Masten mit Lampen das Gesamtbild. Achten Sie darauf, dass durch sie nichts Bildwichtiges verdeckt wird. Ein Mini-Vorteil - man kann an den Masten die Kamera im Sucher gerade richten.
Ärgerlich:
Speziell auf Bahnhöfen mit Dampfbetrieb und bei Eisenbahn-Events 'tanzen' andere fotografierende oder filmende Eisenbahn-Freaks häufig direkt ins beste Bild. Es hilft eventuell, den Standort zu wechseln, um diese Zeitgenossen nicht mit vor die Linse zu bekommen. Wenn nicht... ist schon mal eine verbale Auseinandersetzung angesagt.
Bei größeren Fotografen-Gruppen und besonderen Eisenbahn-Events ist eine verabredete Foto-Linie, vor die keiner der Fotografen gehen darf, angebracht, aber nicht immer organisiert und durchgesetzt.
Es versteht sich wohl von selbst, dass man stets umsichtig nach anderen Eisenbahn-Fotografen Ausschau hält, um diesen dann - natürlich - nicht selbst ins Bild zu laufen!
Nicht ganz einfach also, die Eisenbahn-Fotografie - aber... wer infiziert ist, den läßt sie nicht wieder los!

Reisefotografie - Tipps und Empfehlungen für bessere Bildergebnisse!
