Kameras & Zubehör
Empfehlungen des Autors zur optimalen Ausrüstung für Reisefotografen.
Ein gut geeignete Kamera und das passende Zubehör sind das notwendige Werkzeug für jeden, der gelungene Reisefotos machen möchte. 
Verschiedene Kameratypen für die Reisefotografie:
Kompaktkameras - stets ist bei mir eine besonders kleine und leichte Kamera im Einsatz, praktischerweise direkt am Gürtel. Unschätzbare Dienste haben mir gerade auf meinen Backpacker-Abenteuerreisen solche Taschenkameras geleistet. Viele der Dia-Shows ferner Länder auf dieser Reisefotoseite Globetrotter-Fotos.de sind ausschließlich mit kleinen Kameras von Canon, Fuji oder Pentax entstanden. Heute bin ich sehr zufrieden mit einer Panasonic Lumix aus der LX-Serie. Qualitativ hochwertige 'Hosentaschenkameras' gibt es heute im Bereich von 10 bis 12 Megapixeln und mit Zoomobjektiven im - sinnvollen - Bereich bis zur 12fachen Vergrößerung.
Bridgekameras - Kameras dieser Kategorie sind größer als Kompaktkameras, sie lassen sich nicht mehr in der Hosentasche oder in einer kleinen Gürteltasche unterbringen. Ihr großer Vorteil liegt in ihrer Universalität und dem meistens sehr großen - bis zu 30fachem - Zoombereich. Zu bedenken ist allerdings, dass - trotz eingesetzter Bildstabilisatoren - bei vielen Einsatzbedingungen scharfe Bilder nur mit Stativ gelingen. Insgesamt ist die erreichbare Qualität immer ein Kompromiss aus dem weiten Brennweitenbereich und verhältnismäßig kleinem Sensor.
Systemkameras - ein sehr junger Kameratyp, der bei wesentlich kleineren Abmessungen an die Vorzüge von Spiegelreflexkameras heranreicht. Die Objektive lassen sich auswechseln und den Aufnahmebedürfnissen anpassen. Dazu ist der für die Bildqualität wichtige Sensor deutlich größer als bei Kompakt- und Bridgekameras. Weil diese Kameras im Micro-Four-Third-System wesentlich kleiner und auch leichter als Spiegelreflex-Ausrüstungen sind, halte ich sie für die meisten Reisezwecke besonders gut geeignet.
Spiegelreflexkameras -das ist die Foto-Königsklasse, entweder mit APS-C-Sensor oder gar Vollformat ( entsprechend dem früheren Kleinbild ) mit bis über 20 Mio. Pixeln. Unterschieden wird der DSLR-Bereich in Kameras für Einsteiger, die Mittelklasse für ernsthafte Amateure und Semiprofis sowie die - extrem teuren - Profiserien. Da Spiegelreflex-Ausrüstungen recht schwer werden können, versuche ich für meine Globetrotter-Reisen, eine möglichst leichte Auswahl aus meinem Equipment zusammenzustellen. Meistens nehme ich in einer kleinen Tasche nur meine Canon-DSLR mit Standardzoom 18-55 mm und dem kleinen IS Teleobjektiv 55-250mm mit.
Für weitergehende Informationen zu Spiegelreflexkameras ist die Seite von Canikon sehr nützlich.
Notwendiges und nützliches Zubehör:
Aufbewahrung
Eine schutzbietende Tasche wird bei Kompaktkameras häufig gleich miteliefert. Für System- oder Spiegelreflex-Kameras mit mehr oder weniger Zubehör ist eine größere Fototasche sehr sinnvoll. Ich habe immer darauf geachtet, eine kompakte Umhängetasche mitzunehmen, in der die mitzunehmede Ausrüstung knapp hineinpasst, die Kamera sollte aber schnell herauszunehmen sein. In einer Vortasche packe ich gerne einen - kleinen - Reiseführer, Prospekte oder einen Stadtplan. Für größere Ausrüstungen kann aus Gewichtsgründen auch ein Fotorucksack sinnvoll sein. Ich benutze so ein Teil wegen der Beschränkung auf eine kompakte Ausrüstung aber nicht.
Strom-Versorgung
Ohne Batterien oder Akkus arbeitet heute keine Kamera mehr. Kein Strom - kein Foto! Also ist es wirklich wichtig, schon vor der Reise daran zu denken, wie die elektrische Versorgung der Kamera unter allen Gegebenheiten gesichert ist.
Das Akku-Ladegerät mitnehmen, Reserveakku oder -akkus kaufen, Plug-Adapter für fremde Steckersysteme ( z. B. USA oder Australien ) spätestens auf dem Flughafen besorgen.
Speichermedien
Speicherkarten sind heute preiswert, nehmen Sie unbedingt genügend Speicherkarten mit auf Reisen, im Ausland sind die oft teurer als bei uns, oder in abgelegenen Orten überhaupt nicht verfügbar. Für den Fall, dass ich aus Platz- oder Gewichtsgründen kein Note- oder Netbook zur Bilddatenübertragung mit auf die Reise nehme, habe ich aber eine Speicherkarte mit 32 GB dabei - da passen auch die Fotos einer längeren Reise drauf.
Standsicherheit
Ich bin ein Befürworter der Freihand-Fotografie. Aber... ein standfestes Stativ für Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen oder mit langem Tele habe ich - selbstverständlich - auch. Dieses nehme ich aber nur bei Reisen mit dem PKW mit., Mehr Standfestigkeit unterwegs bieten auch Einbeinstative oder festklemm- oder festschraubbare Mini-Stative.
Filter
Filter sind ein gutes Geschäft für die Zubehör-Industrie und werden häufig auch zum Schutz der Frontlinse angeboten. Weil durch die zusätzlichen Glasflächen Schärfe und Brillanz der Aufnahmen durchaus leiden kann, benutze ich grundsätzlich keine Filter. Manche Fotgrafen sind durchaus anderer Meinung als ich, bitte bilden Sie sich selber eine Meinung.
Bildbearbeitungssoftware
Durch nachträgliche Bearbeitung am PC wird aus einer geschossenen Aufnahme oft erst ein vorzeigbares Bild. Leichte Bearbeitungen wie Ausschnite, Geraderichten des Horizonts, das Enrfernen von 'roten Augen' oder Korrekturen bei Farbe und Helligkeit lassen sich meistens mit der beigelegten Software beim Kamerakauf oder mit kostenlosen Programmen aus dem Internet wie Gimp, Google Picasa oder IrfanView schon gut vornehmen. Für höhere Ansprüche sind die Programme Photoshop CS und Photoshop Elements von Adobe ausgelegt. Wegen der Komplexitiät ist auf alle Fälle ein einführender Kursus, z. B. bei der Volkshochschule, empfehlenswert.

Seit etlichen Jahren ist Fotografieren einfach immer 'digital'. Eine kleine Erinnerung an die analogen Zeiten, als noch mit Film, Negativen oder Dias gearbeitet wurde, bietet dieser kleine Ausschnitt der Kamera-Sammlung des Autors. Fotografieren kann man mit diesen betagten Schmuckstücken immer noch, aber... wer macht das schon?
Reisefotografie - Tipps und Empfehlungen für bessere Bildergebnisse!