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Verstanden

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Jaguar E-Type

Jaguar E - der legendäre britische Sportwagen Klassiker mit der ellenlangen Motorhaube.

 

Der überlieferte Wahlspruch des damaligen Jaguar-Chefs William Lyon lautete:

‚Schöne Autos sind nicht teurer herzustellen als häßliche!‘

Recht hatte er, trotz erwiesener Luxusklasse blieben die Preise der Jaguars dann auch tatsächlich stets deutlich unter denen seiner Mitbewerber. Ab 1948 waren die geschätzten Jaguar XK - Sportwagen auf dem Markt. und 1961 kam dann die Revolution – der Jaguar E-Type wurde vorgestellt.

Ein so kompromisslos gezeichneter und konstruierter Sportwagen war neu und – weil für Gutverdiener bezahlbar – eine Sensation auf dem wachsenden Sportwagen-Markt in Europa und den Vereinigten Staaten. Für uns blieb die E-Type der absolute Traum in der Ausbildungszeit, verständlich bei damals 90,- DM Lohn im Monat, aber auch später haben wir es - leider - nie zu einem Jaguar E gebracht.
 
Die zu damaligen Zeiten ausgesprochen mutige Sportwagen-Konzeption mit dem herausragenden Design brachte der E-Type viel Lob aus der Welt des Motors ein - zwei Beispiele:

‚Das schönste Auto der Welt!‘ – angeblich stammt dieses Lob von Enzo Ferrarri persönlich, angesichts der Vorstellung dieses Ausnahme-Sportwagens vor nunmehr über 50 Jahren.

‚Ein Auto für Männer, die Pfeife rauchen!‘ - diese Bezeichnung stammt vom früher sehr bekannten Motor-Journalist und Oldtimer-Sammler Fritz B. Busch. Er schrieb damals einen sehr launigen Testbericht in einer auch heute noch renommierten Motor-Zeitschrift über die Jaguar E-Type. Jedes seiner Worte haben wir in den 1960er-Jahren als zukünftige 'Automobil-Experten‘ regelrecht verschlungen.

Classic Car Emotions – der Jaguar E als Roadster und 2+2 Coupé

Im Frühjahr 1961, also vor über 50 Jahren, wurde diie Jaguar E-Type mit dem 3,8 l – Sechszylinder-Reihenmotor mir 269 PS als Roadster vorgestellt. Damit beschleunigte das Fahrzeug in ca. 7 Sekunden auf 100 kmh und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von gut 240 kmh. Der Stahlgitterrohrrahmen unter der nach vorne aufklappbaren Motorhaube  trug sowohl den Motor als auch die Vorderradaufhängung.

Regelrecht revolutionär für die damalige Zeit war die hintere Einzelradaufhängung des Jaguar E - in einem Hilfsrahmen mit Längslenker, zwei Federbeinen sowie Querlenkern an jedem Rad und den Antriebswellen als obere Querlenker.

1964 wurde der Hubraum für ein besseres Drehmoment bei gleicher Leistung auf 4,2 l vergrössert und dem Roadster ein 2+2 Coupé zur Seite gestellt.

Einmal im Leben einen Zwölfzylinder fahren – Jaguar E-Type Besitzer durften das!

1971 folgte der 5,3 l Zwölfzylinder V-Motor mit erheblich verbesserter Laufkultur. Die Leistung von 276 PS ( 203 kW ) bei 5850/min und einem maximalen Drehmoment von 412 Nm bei 3600/min entsprach in etwa der des bisherigen Reihen-Sechszylinders. Mit diesem Motor zeigte Jaguar den ersten Großserien-Zwölfzylinder mit Leichtmetallblock und Heron-Brennräumen im Kolbenboden.

Die technischen Details des Jaguar E-Modells:
  • Jaguar E-Type – von 1961 und 1974 in drei Serien produzierter Sportwagen.
  • Hersteller – Jaguar, Großbritannien
  • Design – Malcolm Sayer
  • Karosserieversionen – Coupé 2+2 ( Fixed-Head Coupé ) und Roadster ( OTS bzw. Open Two Seater )
  • Länge 4450–4780 mm – Breite 1660–1664 mm – Höhe 1220–1270 mm
  • Radstand – 2438-2667 mm
  • Leergewicht – 1250–1450 kg
  • Stahlgitter-Rohrrahmen, Karosserie von der Motorraumrückwand an selbsttragend
  • Einzelradaufhängung hinten mit Hilfsrahmen, vier Feder-Dämpfer-Einheiten, ein Längslenker und zwei Querlenker pro Rad
  • Motorisierung:

    – ab 1961 – 3.781 ccm Reihensechszylinder, 269 PS bei 5500/min, max. Drehmoment 353 Nm bei 4000 U/min.
    – ab 1964 – 4.235 ccm Reihensechszylinder, 269 PS bei 5500/min, max. Drehmoment 384 Nm bei 4000/min.
    – ab 1971 – 5.343 ccm V12-Motor, 276 PS bei 5850/min, max. Drehmoment 412 Nm bei 3600/min.

  • Fahrleistungen – 0 bis 100 kmh 7 Sek., Höchstgeschwindigkeit 240 kmh
  • Gefertigte Stückzahlen – gut 72.500 Jaguar E-Type, davon 15.293 Zwölfzylinder
  • Vorgängermodell – Jaguar XK 150
  • Nachfolgemodell – Jaguar XJS

In den Vereinigten Staaten hiess das Jaguar E-Modell aus Marketing-Gründen Jaguar XK-E.

Leider wurde seitens Jaguar in den dreizehn Produktionsjahren auch mehrfach unter dem Motto - bessere Verkehrs-Sicherheit - an der klar gezeichneten Designlinie des E-Type 'herum gewerkelt', was den Wagen formal aber überhaupt nicht voran brachte.  

Classic Car Emotions – Jaguar E als Roadster und 2+2 Coupé

Auf alle Fälle machen diese historischen Jaguar E-Type Sportwagen mit dem herausragenden Design der legendären Marke Jaguar von den Britischen Inseln auch heute noch eine Top-Figur auf der Strasse, im Automuseum oder… bei Oldtimer-Treffen und werden manchmal auch zutreffend als ‚Rollendes Kunstwerk‘ bezeichnet. Dieses trifft besonders auf die frühen, für die Jaguar-Puristen ‚unverfälschten‘, Roadster zu.

Die Sammlerpreise für heutige E-Type Oldtimer hängen natürlich stark vom Erhaltungs- bzw. Restaurierungs-Zustand des Fahrzeugs ab. Besonders begehrt und gut bezahlt sind Fahrzeuge der ersten Generation und hiervon sind wieder die Roadster am teuersten.

Auf den Fotos unserer faszinerenden Bildergalerie sieht der Jaguar E-Type tatsächlich so aus, wie eine geschmeidige Raubkatze im Sprung. Und... das soll sie auch! Unsere Aufnahmen sind während mehrerer Treffen britischer Oldtimer in Steinhudes Scheunenviertel, in Automuseen und - natürlich - auf der Strasse geschossen. Denn sie fährt noch, die Jaguar E-Type!

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